Bitspower Touchaqua Inline-Filter
Der Touchaqua von Bitspower war durchaus etwas schwerer zu besorgen (in Germany nicht lieferbar) und auch nicht wirklich günstig, da wir den in China bestellen mussten. Nur wegen der vielen Nachfragen haben wir auch diesen Filter genauer ins Visier genommen.
Wie für Bitspower, üblich mit 1A Verarbeitung und perfekte Qualität, saubere Gewinde und in diesem Fall vernünftige schwarze Beschichtung. Im Vergleich zu seinem massiven Bruder mit fast 100 Gramm [Hier klicken] ist dieser Filter mit 35 Gramm im Vergleich ein Leichtgewicht und in etwa so schwer, wie die anderen Filter mit gleicher Bauart.
Das Filterkonzept des Toucheaqua ist dabei, das bisher
seltsamste, was wir hier sehen durften, denn hier wird 2-mal gefiltert und eine Art von Umwälzung im Inneren des Filters vorgelegt.
Man würde auf den ersten Blick denken, die Kühlflüssigkeit strömt von aussen ein und nach innen aus und zeigt dann ggf. die Ablagerungen auf dem Äusseren des Mesh-Filternetzes. In dem Fall wäre die Hälfte des Filternetzes von aussen und die andere Hälfte von innen mit Partikeln belegt. Der Sinn dahinter ist nicht schlüssig, denn es gibt nur ein Filternetz und dies hat flächendeckend die absolut gleiche Porosität / Durchlässigkeit und muss man dann auf dem Prüfstand sehen, ob und was es bringt.
Auf den ersten Blick ist das dann doch etwas verwirrend und undurchsichtig und Angaben, warum dies so ist, waren beim Hersteller nicht zu finden. Natürlich werden wir das alles noch testen und auch mal die Bohrmaschine einsetzen und ein 1-Kammer-System daraus machen, so kann man Leistungswerte vergleichen.
Anbei das Werbefoto (Klick auf Foto vergrössert es) von Bitspower, mit der Schematik der Doppelfiltration und aus Sicht eines Ingenieurs für Maschinenbau, ist dies schon irgendwie total überflüssig. Zudem werden hier die Strömungen bei höheren Durchflusswerten sehr negativ beeinflusst und bilden bei höchstem Druck sogar Luftblasen und wirbelt alles massiv auf und dies ist absolut kontraproduktiv.
Also in echten High-Flow Kreisläufen ist der Filter absolut nicht zu gebrauchen, aber das schmälert ja nicht das Filtrationsverhalten und testen weiter.
Mal sehen, was die ersten Testrunden und die Messuhren etc. an Erkenntnissen liefern werden und ob es Vorteile oder Nachteile durch diese Konstruktion geben wird. Auf dem Foto mit den Einzelteilen kann man die mittlere Ebene sehr gut erkennen und die ist nur gesenkt und nicht durchgebohrt und genau dadurch wird die Flüssigkeit ein zweites mal durch das Filtersieb gepumpt. Einfach auf das Foto klicken, das zoomt sich dann heraus und man kann so halbwegs erkennen, was wir damit sagen wollen.
Die Flussrichtung ist dem Filter egal, denn beide Seiten sind identisch, die Flüssigkeit strömt mittig in den Filter hinein, drückt sich dann von innen durch das Filternetz nach aussen zum Schauglas und dann wird es erneut durch das Filternetz wieder nach innen geführt.
Das nennt Bitspower dann Doppel-Filterung, wir nennen es Blödsinn, denn ein vernünftiges Filternetz filtert direkt alles raus und da man hier nicht die Porosität der Filternetze variabel gestaltet hat, so ist dies nur ein Marketingfaktor. Auch den Eingangs erwähnten Ansatz, mit einem Bohrer die mittlere geschlossene Scheibe zu durchbohren wäre Blödsinn, denn dann würde gar nicht mehr gefiltert und es würde in der Mitte einfach durchlaufen, ohne ein Filternetz zu passieren. Der Aufwand hier mit Drehbank und Hartlöten etwas zu verbessern ist in Anbetracht der Sachlage, dass der Filter ein Auslaufmodell ist, nicht mehr logisch und haben diesen Filter keiner weiteren Umbauten mehr unterzogen.
Im Test mit Messpartikeln war der Filter auch nicht sonderlich effektiv und siedelte sich im unteren Bereich aller Filter an und war der Einzige der ab Werk für derbe Verwirbelungen sorgte. Filterstufe 1 sammelte die Partikel auf, wobei Stufe 2 absolut sauber geblieben ist, was zu erwarten war, denn es ist ein einheitliches Filternetz mit ca. 45 bis 55 Mesh an Feinheit.
Im Kampfeinsatz im Testrechner und auf der Teststation hat der solide verarbeitete Bitspower seinen Dienst zuverlässig geleistet, die Durchflusswerte waren nur im unteren schlechteren Bereich und ab ca. 1,2 Liter die Minute konnte man auch akustisch die Verwirbelungen schon hören. Ja das ist jammern auf hohem Niveau, aber dazu ist diese Seite ja da!
Als Fazit kann man diesen Filter für den fast höchsten Kaufpreis von etwa 35,- EUR als Flop bezeichnen, schlechte Filtrationswerte und übler Durchfluss sind es einfach nicht wert.
Der kleine Bruder (siehe Foto) aus gleichem Hause [Hier klicken] macht da dem Namen „Bitspower“ mehr Ehre als der hier getestete „Touchaqua“, mit ernüchterndem Urteil.
Angesichts der absolut nicht zu empfehlenden Funktion, so haben wir nicht mal mehr die Testwerte hier optisch aufgebaut / dargestellt, denn es wäre Zeitverschwendung, die niemandem etwas bringen würde. Schade, hier hatten wir echt einen tollen Filter erwartet, aber leider ist es anders gekommen. Optisch ist der allerdings einwandfrei und top verarbeitet bei guter Verpackung und in langsam fliessendem Kreislauf dürfte er auch noch OK sein, aber die Gesamtfilterfläche ist für die Grösse einfach zu gering. Hier würden wir den Testsieger von B-FE empfehlen, denn ist nahezu gleich gross.
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Last updated: Dezember 31, 2025 at 11:17 a.m.
